Unser Leben in Costa Rica 4.

Hallo Fangemeinde

Im Moment habe ich ein kleines Problem mit dem Hochladen meiner Fotos . Ich glaube es liegt an der Schnelligkeit meines Providers . Zur Zeit arbeite ich mit 100 Mb . Aber wie immer , ich arbeite daran . Ein Dankeschön an Alle die bis hierhin gekommen sind und auch für die positiven Einträge ins Gästebuch . Ich werde mich auch weiterhin bemühen Euch auf dem Laufenden zuhalten.  Nach über 3 Monaten Landleben waren Meri und ich für 2 Tage in San Jose . Da ich meinen Aufenthalt hier schon ein wenig überzogen habe , war es an der Zeit etwas für meine Residencia zu tun . Residencia = Aufenthaltserlaubnis . Nach fast 5 Stunden Fahrt und Stau kamen wir abends gegen 19.00 Uhr im Gran Hotel Costa Rica an .  Das Hotel im Zentrum der Stadt San Jose gelegen ist das wohl älteste Hotel in Costa Rica . Das Ambiente , die Lage ,der Service und viele andere Sachen ließen es schon vor Jahren zu meinem Lieblingshotel werden . Nach einem kleinen Abendessen , wie fast immer bei mir das obligatorische Roast Beef Sandwich und ein zwei leckeren Bierchen namens Pilsen , ging es früh ins Bett . Am nächsten Morgen mußten wir bereits um 6.30 Uhr bei der Einwanderungsbehörde sein um noch ein gutes Plätzchen vor dem Eingang zu ergattern . Die Warteschlange kann schon mal mehrere 100 Meter betragen . Aber wir hatten Glück . Es waren nur 20 Meter . Aber dafür waren es 3 Schlangen von Menschen und wir hatten die Qual der Wahl . Ich reihte mich in die mittlere Schlange ein und Meri versuchte herauszufinden welche der von den Dreien die für uns zuständige sei . Nachdem wir dann noch 2 Mal die Schlange wechselten konnten wir endlich den Eingang passieren um ins Hauptgebäude zu gelangen . Da ging der Wirrwar von Neuem los . Diesmal hatten wir 5 Möglichkeiten . Ein netter großer schwarzer Costa Ricaner hatte wohl unsere Unkenntnis bemerkt und bot uns seine Hilfe an . Er stellte sich als Anwalt vor und erklärte uns erst mal was wir Alles zu tun hätten . Er bot sich an mit uns alle nötigen Besuche beim Einwanderungsamt sowie den anderen Behörden zu tätigen . Auf sein Honorar angesprochen , einigten wir uns auf 300 U$ , sowie die bei den Ämtern zu entrichtenden Gebühren . Da der Preis uns angemessen erschien nahmen wir sein Angebot an . Die Preise für die Erledigungen zur Erlangung einer Residencia liegen zwischen 500 - 8000 U$ . Er schien Gott und Jeden bei allen Ämtern die wir besuchten zu kennen und die dortigen Warteschlangen schienen für ihn nicht zu existieren . Dazu muß ich noch bemerken das die einzelnen Ämter zum Teil mehrere Kilometer voneinander entfernt waren . In einem für Costa Ricanische Verhältnisse atemberaubenden Tempo bewältigten wir den Ämtermarathon . Zwischendurch lud er uns bei sich zu Hause noch auf einen Kaffee ein . Er nutzte die Zeit um am Computer noch fehlende Schriftstücke vorzubereiten. Danach  ging es im Schweinsgalpopp wieder quer durch San Jose zu einem anderen Amt . Er kannte jeden Parkwächter , sodaß wir immer einen Parkplatz direkt vor der Türe bekamen . Wofür Andere einen ganzen Tag gebraucht hätten schaffte er locker in de Hälfte der Zeit . Gegen 13.00 Uhr hatten wir soweit Alles erledigt . Er setzte uns am Hotel ab und wir verblieben so , das wir uns am späten Nachmittag noch einmal treffen wollten , damit er uns noch einige günstige Einkaufsmöglichkeiten zeigen konnte . Die Zeit bis dahin nutzten wir zu einer kleinen Siesta und einem Stadtbummel . Pünktlich um 17.00 Uhr holte er uns ab und zeigte uns die versprochenen Geschäfte und Großhändler . Gegen 19.00 Uhr waren wir dann zurück . Er wollte am anderen Morgen alleine das letzte noch fehlende Amt besuchen und dann zu uns ins Hotel kommen . Nach einem Shoppingbummel und einem guten Abendessen legten wir dann einen Fernsehabend mit zum Teil deutschen Programm im Hotelzimmern  ein. Am nächsten Morgen genossen wir in Ruhe das ausgezeichnete Frühstücksbuffet und gönnten uns nochmals einen Bummel durch die Stadt . Gegen 10.00 Uhr trafen wir uns dann mit unserem Anwalt im Hotel zur Endbesprechung und Endabrechnung . Leider hatte doch nicht alles so geklappt wie er es uns zugesagt hatte . Da ich über die 3 Monatsgrenze schon in Costa Rica war wurde mir eine noch ausstehende Unterschrift verweigert . Um diese doch noch zu bekommen muß ich für 1-2 Tage ins Ausland , Nicaragua oder Panama , reisen damit ich eine neue Visa von 3 Monaten bekomme . Danach und mit der neuen Visa würde dem Antrag stattgegeben . Wir werden sehen ! Mit einem mulmigen Gefühl bezahlte ich unseren neuen Costa Ricanischen Anwalt . Wir verblieben so , das wir weiterhin in Verbindung bleiben und ich ,wir , uns mit ihm in Verbindung setzen sobald ich die jetzt  noch fehlende neue Visa in Händen halte . Sein Interesse an uns schien ungebrochen zu sein , zumal ein neues Geschäft schon auf ihn wartete , nämlich die Costa Ricanische Staatsbürgerschaft , die mit 900 U$ zu honorieren wäre . Auch das werden wir sehen . Jetzt steht erstmal ein Minitrip , aller Wahrscheinlichkeit nach , nach Panama an. Das könnten wir dann mit einem Besuch in Golfito verbinden . Golfito ist eine so genannte Freihandelszone . Dort bekommt man fast alles was das Herz begehrt zollfrei . Und da uns noch die Einrichtung für unsere neue Küche fehlt könnten wir das weniger Angenehme mit dem Nützlichen verbinden . Aber davon erzähle ich Euch ein Andermal .