25.04.2010 zu Hause im Hause

Es regnet ! Endlich ! Am Wochenanfang kam der erste Regen in diesem Jahr . Von der Natur und den Menschen sehnlichst erwartet . Die Erde saugt das Wasser gierig auf und als Dankeschön gibt es überall frisches Grün . Es ist wie immer fast eine Explosion der Natur , gestern noch tristes Gelbbraun und heute schon erstes Grün . Die Übergänge sind hier nicht fließend wie in Deutschland , da hier zwei Jahreszeiten , Frühling und Herbst , fehlen . Gewöhnungsbedürftig ist die hohe Luftfeuchtigkeit , fast wie in einer Sauna . Aber das ist auch nur in der Übergangsphase so . Sobald sich die Erde abgekühlt hat , hält sich der Effekt in akzeptablen Grenzen . Die Temperaturen liegen nach wie vor um die 30 Grad , aber daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt . Unangenehm ist es nur für die Kinder in der Schule . Da die wenigsten Klassen über Ventilatoren verfügen , ist schwitzen angesagt . Für Avianas Klasse haben wir einen  Ventilator spendiert und einen zweiten hat die Schule dazugekauft . Mit kühlem Kopf denkt und lernt es sich ja auch besser . Bei uns im Wohn-Schlafzimmer läuft der Luftbeschleuniger  fast rund um die Uhr.  Das genießen nicht nur wir , sondern auch unsere Hundemeute . Vor allem die Kleinen halten sich am liebsten dort auf . Mittlerweile schon 6 Wochen alt , toben sie zwischen ihren Schlaf und Fresspausen durch die Bude . Gypsy verweigert jetzt auch schon mal die Milchzufuhr und dann rennen alle wie von der Tarantel gestochen hinter ihr her . Mit einem Sprung auf das Bett rettet sie sich dann immer vor den gierigen Mäulern . Da sind unsere Katzenmamas Bianca und Bella noch ganz anders drauf . Beide sind nun auch schon stolze Mütter . Bianca hat 5 Babys zur Welt gebracht , von denen eines von Gypsy so schwer verletzt wurde , das es starb . Es hatte nur 5 Stunden gelebt . Wir wissen auch nicht warum und wieso das passiert ist . Gypsy und Bianca waren immer ein Herz und eine Seele . Da waren es nur noch vier . Drei Weiße und ein rotbraunes Katzenbaby haben jetzt ein erhöhtes Plätzchen für ihr Katzenkörbchen  bekommen , wo kein Hund sie mehr erreichen kann . Bella , in der Soda ist Mama von Sechsen . Fünf Tage nach Bianca hat sie ihre Babys bekommen  . Sie hat fürs Erste ein Plätzchen in der Küchentoilette gefunden , wo sie ihre Kleinen erstmal in Ruhe großziehen kann . Uns stellt sich nun die Frage , was machen wir mit all dem Nachwuchs ? Alle behalten können wir nicht . Wir suchen jetzt schon nach Frauchen und Herrchen , die sich später ihrer annehmen . Da wir Gypsy , Bianca und Bella vor nochmaligem Kindersegen bewahren wollen , werden wir über kurz oder lang einen Sterilisierungstermin mit einem Veterinär vereinbaren müssen . Susi und Jimbo von Gypsy und Simba von Bianca werden wir auf alle Fälle behalten . Den Rest des Nachwuchses versuchen wir in gute Hände abzugeben .  Mittlerweile ist Montag Abend , der 26.04.2010und ich sitze auf der Terrasse und lausche während des Schreibens  dem Chor der unzähligen Insekten zu . Aviana und Antonio sind um 17.00 Uhr mit dem Bus nach Nicoya gefahren . Sie hatten den heutigen Montag schulfrei , und konnten so einen Tag länger mit uns zusammen sein . Der Montag ist zwar unser freier Tag , aber so richtig zum relaxen kommen wir trotzdem nicht . Montags wird alles das erledigt was in der Woche so liegen geblieben ist . Nur der Abend bringt etwas Erholung . Ich nutze zum Beispiel die Zeit für unsere Homepage ., und Meri legt einen Fernsehabend ein .  Zum Chor der Insekten kommt jetzt auch noch der Sound der Frösche hinzu , die nun mit der neuen frischen Feuchtigkeit nicht nur Tümpel ,Bäche und kleinere Seen  bevölkern , eines ihre Lieblingsplätzchen scheint auch die Herrentoilette unser Ultima Parada zu sein . Dort harren sie in der Nähe von Lichtquellen der Insekten die da kommen . Und die Tafel ist reichlich gedeckt . Fast schon eine Plage sind die Goldkäfer . Da wir in unserer Soda viel Beleuchtung haben , sind wir ein beliebtes Ausflugsziel für die goldfarbenen , den Marienkäfern ähnelnden  Käfer . Unsere Gäste lassen sich zum Glück nicht von ihnen stören . Der harte Kern , der aus Ticos besteht und uns regelmäßig beehrt , kennt die hiesigen Plagegeister und weiß mit ihnen umzugehen .  Touristen gibt es zur Zeit nur wenige , und was an Ausländern  , die die europäischen und amerikanischen Wintermonate hier überbrücken übrig geblieben ist , reicht kaum für alle aus zum überleben . April bis Juni sind hier die Kampfmonate . Die Jenigen die sich in den fetten Zeiten kein Dollarpölsterchen anlegen konnten , müssen jetzt an das Eingemachte gehen , falls vorhanden . Da die Krise auch hier ihre Spuren hinterlassen hat , haben viele Hotels , Restaurants und andere von den Touristen abhängige Geschäfte mit den Wellen zu kämpfen . Kredite von den Banken , zur Überbrückung , gibt es wenn überhaupt nur zu Wucherzinsen . Auch wir sind dabei unsere Kosten zu senken . Das nicht zur Familie gehörende Personal wird reduziert oder kommt nur noch zum Wochenende . Die Kühlschränke für die Getränke werden Nachts ausgeschaltet . Als besonderen Anreiz für unsere Gäste ist eine Happy Hour geplant . Eine Flasche Bier 0,35 Liter kostet 900 Colon , umgerechnet 1,30€ . In der fröhlichen Stunde gibt es zwei Flaschen für 1500 Colon/ca.2,-€ . Des weiteren werden wir in Kürze unser eigenes Karaoke veranstalten . Dank Computer und Speichertechnik können wir uns somit die 100000 Colon für den Ententrainer sparen . Ein kurzer Test mit der und zu Verfügung stehenden  Technik war schon recht viel versprechend .                                                                                                                                                    Ich sitze im übrigen wieder auf der Terrasse . Es ist heute Mittwoch gegen 17.00 Uhr . Antonio ist gerade aus Nicoya gekommen . Er hat den morgigen Tag wieder schulfrei , und ist lieber bei uns als in dem schwül heißem Städtchen . Fast hätte ich es vergessen ! Unsere Familienpopulation hat sich noch um ein Mitglied erhöht . Ein hübsches lindgrünes etwa 30 cm großes Papageienmädel , oder ist es ein Junge ? Wir wissen das noch nicht so genau , hat in unsere neuen Vogelvoliere sein neues zuhause gefunden . Ich habe ihr/ihm im Gedenken an meine Frau Mama den Namen Cilly gegeben . Sollte es sich herausstellen das es doch ein „ mit Glied „ ist , wird er/sie umgetauft und auf den Namen Paul hören , wie mein Herr Papa hieß . Somit hat sich die Anzahl der mit und ohne Glieder auf momentan 19 erhöht . Die da wären : Mama Meri und Papa Klaus , Tochter Aviana und Sohn Antonio , Hundemama Gypsy mit Onyx , Roy , Jimbo , Susi und Nessi . Katzenmama Bianca mit Simba und den 3 Geschwistern , Zwergpapagei Kiko und Großpapagei Cilly/Paul . Dazu kommen noch unsere zwei Rüden Dingo und Stani . Und da wären noch in der Soda Mieze Bella mit ihren 6 Jungmiezen . Wenn wir auch die noch dazu zählen kommen wir auf 25 . Und heute grüßt die komplette Population alle in Übersee mit einem zur Zeit feuchtwarmen Pura Vida in Costa Rica !