Costa Rica , Zentralamerika , Guanacaste , Pto.Carillo , la ultima Parada , 18.02.2010  21.30 Uhr
Die  Kinder sind seit Dienstag in Nicoya . Es ist ein ganz neues Gefühl für uns . Die neue Ruhe ist ungewohnt , aber irgendwie genießen wir sie auch . Es ist etwas weniger stressig geworden . Klar fehlen uns die Beiden , aber Nicoya liegt ja nicht am anderen Ende der Welt . Außerdem gibt es ja auch noch Telefone . Unsere zwei Hübschen sind bei einer Cousine meiner Schwiegermama untergebracht . Die anfangs in Betracht gezogenen Unterkünfte waren letztendlich nicht mehr verfügbar oder nicht geeignet für die Zwei . Jetzt teilen sie sich ein kleines nettes Zimmer mit TV und Klimaanlage , und sie scheinen sich wohl zu fühlen . Ihr neues Zuhause ist auch eine Soda mit Cabinas die von der neuen Pflegemama betrieben wird . Die zwei Töchter der Senora studieren noch und helfen bei Bedarf auch schon mal bei den Schularbeiten . Als zusätzliche Hilfe ist da auch noch Cousine Stacy , die auch in Nicoya zuhause ist . Es wird auf jeden Fall ein neuer Lebensabschnitt für Avi und Anti werden . Aus unserer Sicht , ist Schule sowie die Unterkunft in Nicoya positiv für Alle . Morgen , Freitag , kommen die Beiden am Nachmittag mit dem Bus nach Hause , und Meri und ich sind schon gespannt auf den ersten Lagebericht .
Die ultima Parada läuft gut , auch dank unserem neuem Personals . Royner , der schon etwas länger bei uns ist hat sich gut eingearbeitet und unser neues Schnuckelchen Vanessa lässt die Männerherzen an der Theke höher schlagen . Sie kommt von der karibischen Seite Costa Ricas und hat die gute Laune anscheinend für sich gepachtet . Was aber aus unserer Sicht am wichtigsten ist , sie ist arbeitswillig , lernfähig und immer da wo gerade etwas gebraucht wird . Zusammen mit Royner bilden die Beiden unser neues Dreamteam . Sie sind auch einen Entlastung für uns , das heißt , etwas mehr Freizeit . Nicht schlecht ? Oder ?
Jetzt wird es mal wieder tierisch . Bella , die Katzenmama ist traurig . Ihre zwei hübschen Buben sind weg . Aber keiner weiß wie , wohin oder warum . Von heute auf morgen waren sie verschwunden . Wir hoffen , das sie jemand mitgenommen hat . Es kann aber genau so gut sein , das sie einem Raubtier oder einer Schlange zum Opfer gefallen sind . Letzteres wollen wir aber nicht hoffen . Bella bleibt so wie es aussieht bei uns . Sie weiß anscheinend das es ihr bei uns gut geht , und stets etwas zu fressen für sie da ist . Hundemama Gypsy ist jetzt bereits im 2ten Monat schwanger und sie wird von Tag zu Tag dicker . Ein richtig pralles Hundemädchen . Morgen fahren wir mit ihr zum Tierarzt um eine Ultraschalluntersuchung machen zu lassen . Wir wollen nämlich wissen wie viel Nachwuchs da auf uns zukommt . Dingo geht es wieder gut . Er nimmt zwar kaum zu , aber es steht ihm . Ich bin ja schließlich auch schlank . Da passen wir Beiden gut zusammen . Unsere zwei lockigen Mischlinge Stani und Jazz streiten sich immer , wer mit der Katze Bianca schmusen  darf . Minipapagei Kiko knabbert mit Vorliebe seine Schwanzfedern ab . Das hindert ihn zwar am wegfliegen , was er , glaube ich , auch gar nicht mehr will , bewahrt ihn aber davor das ihm die Federn gestutzt werden , was ihn auch am Fliegen hindern würde .
Dann war da noch der Wochenendtrip zur Grenze von Panama . Das letzte schulfreie Wochenende haben wir für einen kleinen Ausflug genutzt . 1000 km bis zur Grenze und wieder zurück . Tacoma , Tacoma war wieder angesagt . Die Männer vorne , die Frauen hinten und auf der Ladefläche das Gepäck , ging es Freitags morgens los . Die Fahrt führte uns über die Hafenstadt Puntarenas nach Osa . Osa ist eine Halbinsel die bis an die Grenze von Panama reicht . Im Gegensatz zu unserer trockenen Heimatprovinz Guanacaste ist Osa sehr feucht und dem entsprechend grün . Viel Regenwald . Die Landschaft ist genau so hügelig wie bei uns , aber das feuchtere Klima sorgt für den optischen Unterschied . Es ist fast immer grün . Leider hatten wir nicht ausreichend Zeit um einen der vielen Nationalparks hier zu besuchen in denen es von Tieren , Reptilien und Vögeln nur so wimmeln muss . Ein Schwarm großer , bunter Papageien “ Aras “ , die ich zum ersten mal in meinem Leben in freier Wildbahn zu sehen bekam , bestärkten unser Vorhaben eines zweiten längeren Aufenthaltes in dieser Gegend zu einem späteren Zeitpunkt . Unser Augenmerk diesmal war mehr auf die zwei steuerfreien Zonen im Grenzgebiet gerichtet . Die da wären , Golfito und Canoas Blanca . Nach anstrengend schöner Fahrt übernachteten wir in Golfito . Dort haben Meri und ich , die Kinder waren zu müde , unsere schlechteste Pizza des Lebens heruntergewürgt . Die dortige zollfreie Zone besteht aus einer Ansammlung verkaufsoffener Container . Canoas Blancas dagegen ist wie ein riesiger Supermarkt umringt von kleineren Geschäften . Der Reiz von Golfito ist mehr optisch , denn viele vorgelagerte Inseln umsäumen das Städtchen . Canoas Blancas dagegen bietet den direkten Übergang nah Panama . Nach einem ausgedehnten Einkaufsbummel und einem abschließenden guten Essen an der Grenze ging es dann wieder in Richtung Heimat . Das heißt , mit einem Zwischenstop,  zwecks relaxen , und diesmal zum Strandbummeln , am Playa Ballena .  In einem netten kleinen Hotel , kamen wir kurz vor Sonnenaufgang unter . Das letzte Licht nutzten wir noch zu einem Spaziergang zum nahe gelegenen Playa . Da die dortige Strände zu einem Naturreservat gehören , gab es ein Kassenhäuschen und eine Schranke . Dank der späten Stunde konnten wir aber beides problemlos passieren . Der Stand zählt bestimmt nicht zu den schönsten in Costa Rica , aber von dort aus geht es ins Reservat , man soll sogar des öfteren , von dort aus Wale beobachten können . Zurück im Hotel , beschlossen die Kinder einen Fernsehabend einzulegen .  Meri und ich gingen in ein kleines naheliegendes Restaurant . Nach einem ausgiebigen Nachtmahl und einem netten Plausch mit den Wirtsleuten , waren auch wir recht früh in  den Federn . Am nächsten Morgen  gestärkt nach einem guten Desayuno (Frühstück) , ging es dann geschlossen Richtung Strand . Dort wollten wir eine Stunde lang etwas Sonne tanken und ein Bad im Meer nehmen . Doch daraus wurde nichts . Der Mann im Kassenhäuschen verlangte diesmal Geld für den Eintritt , und das pro Person 1000 Colon (ca. 2 Dollar ). Auf unseren Einwand hin , das wir nicht ins Reservat , sondern nur zum Strand wollten ,reagierte er recht unfreundlich , und wies auf die Bestimmungen der Reservatsleitung hin . Da wir nicht bereit waren den verlangten Obolus zu zahlen , traten wir den Rückweg ins Hotel an . Leicht frustriert !  Ersatzweise gönnten wir uns noch einige kühle Drinks in dem kleinen Restaurant . Dort erfuhren wir dann , das die nette Art des Kassenwartes sich schon rumgesprochen hatte , und das wir nicht die einzigsten Leidtragenden waren . Auch die dort ansässigen Geschäftsleute waren nicht gerade gut auf diese Person zu sprechen . Ab ins Hotel , die bereits gepackten Sachen in den Tacoma , und los ging es Richtung nach Hause . Einen kleinen Zwischenstopp legten wir aber doch noch ein . Und zwar an einem  eintrittsfreien Strand . Dort hatten wir nicht nur das Glück eine große Kolonie von Flamingos zu bewunden , es gab auch noch eine nette Strand Bar an der wir uns für den Rest der Reise stärken konnten . Zurück ging es wieder kilometerlang durch riesige Palmenhaine . Alles große Ölpalmen , deren Früchte dort auch direkt in kleineren Fabriken ausgepresst  werden . Auf der zweispurigen , gut asphaltierten Strasse , überholten wir auch mehrere Trecker mit bis zu 5 Anhängern , vollgeladen mit den Fruchtstauden . Zum Glück waren die Fabriken Sonntags nicht in Betrieb , so das uns der Geruch von verbrannten Fruchtschalen diesmal nicht in der Nase kitzelte wie auf der Hinfahrt . Gegen Abend waren wir dann nach langer Reise wieder zu Hause . Gypsy , die uns auf unserem Trip begleitet hatte , wurde von allen Hunden freudig begrüßt , und wir vom Rest der Familie . Fazit!
1 Wochenende , 1000 Kilometer , zollfrei eingekauft und einen für uns Alle neuen Teil von Costa Rica kennen gelernt . Wiederholung geplant . Pura Vida in Costa Rica !