Mittwoch der 12.08.2009  20.30 Uhr

Es ist mal wieder Fußballabend . Heute ohne  Fernseher . Dona Meri verfolgt das Spiel  am Autoradio , und ich sitze hier alleine aber nicht verlassen in unserer Soda und schreibe mal wieder etwas für die sicher schon wartende Fangemeinde . Aus unseren Miniboxen ertönt die Begleitmusik für den Autor .  Zur Feier des Tages gönne ich mir mal  etwas rockiges  , Deep Purple uns Co. . Dazu ein leckeres Tröpfchen aus Chile .  Was ist alles passiert seit den letzten Zeilen ? Wir haben ein neues Familienmitglied , eine kleine weiße Katze namens Bianca . Das besondere an ihr , ein Auge grün und das andere blau . Unser Tacoma hatte seinen ersten Unfall , aus meiner Sicht unverschuldet . Der Unfallgegner war volltrunken .  Das es ein guter Gast von uns ist/war habe ich auf die Polizei verzichtet . Mal sehen was dabei herauskommt . Die lange erhoffte Genehmigung zum Weiterbau ist endlich da . Meine Residenzia dagegen immer noch nicht . Nächste Woche geht es darum mal wieder nach San Jose . Angeblich fehlen noch Unterlagen . Unsere Soda läuft gut . An den Wochenenden proppevoll . Vor 2 Wochen hatten wir unser erstes Karaoke-Festival  , die Leute standen bis auf die Straße . Ein voller Erfolg . Fortsetzung folgt . Wenn da nicht wieder ein Haken wäre . Wir brauchen für unsere Events eine Genehmigung . Die hiesige Polizei drückt zum Glück beide Augen zu . Aber da wir momentan in aller Munde sind , ist die Kunde  auch in Hojancha angekommen . Und dort sitzt die zuständige Behörde , im Volksmund „ Munci“ genannt . Die hat auch schon den ersten Warnschuss abgegeben . Alle erforderlichen Genehmigungen haben wir bereits beantragt , aber die Mühlen hier sind bekanntlich langsam . Wir wappnen uns schon mal mit Geduld . Dann wäre da noch die Großfamilie . Ein Primo und sein Freund , der Novio einer Prima , proben den Aufstand . Nachdem wir beide wegen mangelnder Arbeitsmoral vor die Türe setzten , hängt der Haussegen schief . Zum Glück  ist es bis jetzt bei verbalen Attacken geblieben , aber man weiß ja nie . Unverständlicher Weise gibt Schwiegermama einem der schwarzen Schafe die ich weiß nicht wievielte Chance , es ist anscheinend der Lieblingsenkel . Der Rest der Familie sieht die Situation genauso wie wir , und steht auf unserer Seite . Dann wäre noch der Unfall unsres Baumeisters zu erwähnen . Ein falscher Tritt  und er segelte von der ersten Etage die Treppe runter . Loch im Kopf , mehrere Prellungen und jede Menge Sternchen vor den Augen . Wir sofort unseren Tacoma startklar gemacht , und im Eiltempo ab zum nächsten Arzt nach Samara . Die Kopfwunde schnell genäht , den Rest der Blessuren versorgt und 10 Tage krankgeschrieben  . Fazit : Glück im Unglück , es hätte schlimmer kommen können . Mittlerweile genesen ist er wieder fleißig zu Gange und zieht mit seinem Gehilfen die Wände ein . Das Bad ist auch schon fast fertig . Vielleicht , wenn nichts dazwischen kommt , können die Kinder in 4 Wochen ihre eigenen Zimmer beziehen . Die Vorfreude ist groß . 8 Monate zu Viert in einem kleinen Zimmer  reichen  auch . Auch Meri und ich sind heilfroh wenn wir wieder alleine einen Raum für uns haben . Auf kleinstem Raum zu leben kann manchmal ganz schön stressig sein , zumal wenn man vorher über ausreichende Räumlichkeiten verfügte , und jeder ein Plätzchen hatte wo er ungestört sein konnte . Ente gut alles gut . Was mit Smoke on the Water begann endet mit I was made for loving you . Das leckere Tröpfchen geht auch zur Neige , die Fußball Partie ist zu Ende und die ersten Gäste sind auch schon da . Pura Vida in Costa Rica !